29. - 31. Mai 2026
Ende
Mai 2026 schlugen die Schalober ihr Lager wieder am „Lago di Seer“ im
Trasafelder Feindgebiet auf. Das Wetter zeigte sich überwiegend von seiner
sonnigen Seite und erlaubte sich nur zwischendurch einen kurzen, aber recht
eindrucksvollen Gewitterauftritt. Feindgebiet-Chef Wolfgang hatte das idyllische
Areal samt Toilettenanlage so gut vorbereitet, dass selbst anspruchsvolle
Zeltlagerstrategen kaum etwas zu meckern fanden. Aufbau, Abbau, Hungerbekämpfung
und Durstlöschung liefen wie gewohnt routiniert ab. Zwar entstand kein
klassisches Zeltdorf mehr wie zu Zeiten, als die Schalob-Jugend dort ihre
Abenteuer erlebte, doch der Stimmung am Weiherufer fehlte es trotzdem an nichts.
Nachdem das Versorgungszelt am Freitagnachmittag in
erstaunlich kurzer Zeit stand, konnte der schwierigste Teil des Wochenendes
beginnen: das fachkundige Überbrücken der Zeit bis zum Grillen. Bei strahlend
blauem Himmel wurde am Ufer des Seer-Weihers ein Dämmerschoppen zelebriert, wie
er im Lehrbuch stehen könnte. Frisch gezapftes, kühles Weißbier sorgte dafür,
dass schlechte Laune gar nicht erst die Zufahrt fand. Am Abend lieferte warmer
Leberkäse aus dem Hause Bergler in Waldthurn die notwendige Grundlage für
weitere Gespräche von höchster Wichtigkeit. Der Vergnügungswart steuerte
außerdem Verdauungs-Schnapserl bei, vermutlich rein aus medizinischer Vorsorge.
Wegen Trockenheit und Wind musste das Lagerfeuer am Freitag zwar ausfallen, doch
das geräumige Versorgungszelt erwies sich als würdiger Ersatz für die gesellige
Runde.
Das Frühstück im Freien am sonnigen Samstagmorgen
brachte neue Kraft für alles, was der Tag noch vorhatte. Kurz nach Mittag machte
sich eine Delegation nach Lennesrieth auf, um beim Spalierstehen Clubmitglied
Alexander würdig in den Hafen der Ehe einlaufen zu lassen. Am frühen Nachmittag
meinte dann ein heftiger Gewittersturm, er müsse ebenfalls noch seinen Beitrag
zum Programm leisten. Die muskelkräftigen Schalober hielten jedoch dagegen und
verhinderten, dass das Versorgungszelt unfreiwillig zum Drachen wurde. Wind,
Regen und Wolken zogen bald wieder ab, offenbar beeindruckt von so viel
Standhaftigkeit. Damit war der Weg frei für den kulinarischen Höhepunkt des
Abends: ein resch gebratenes Spanferkel, gespendet von Mitglied Martin. Die
knapp 40 Teilnehmer ließen sich die hervorragend zubereitete Mahlzeit schmecken.
Nach dem Regen durfte schließlich auch das Lagerfeuer ran; die Brandgefahr hatte
sich vorbildlich verabschiedet. Die sternenklare Nacht am lodernden Feuer wurde
ausgiebig genossen, begleitet von dezenter Hintergrundmusik aus dem
Schalob-Zelt.
Das Frühstück an den Biertischen am Sonntagmorgen
eröffnete den letzten Lagertag. Nach einem Frühschoppen, der es mit dem Begriff
„früh“ nicht allzu genau nahm und bis in die späte Mittagszeit hineinreichte,
rückten Abwasch, Aufräumen und der Abbau des Versorgungszeltes in den
Mittelpunkt. Schon bald war das Weihergelände wieder so ordentlich, als hätte
dort nie eine fachkundige Schalob-Versammlung stattgefunden. Wolfgang, der
Pächter des Geländes, zeigte sich hochzufrieden und brachte es treffend auf den
Punkt: „Zünftig war es – dann wieder bis zum nächsten Jahr.“